Präsentationstechnik «Storytelling»: Zeit für Helden – Teil 1 - #09

Michael Bäuerle
14. Januar 2019

Kreiere einen Helden, der dein Publikum durch die Präsentation führt.

Ob dein Held nun «Präsentations-Girl» oder «Präsinator» heissen soll, ist zunächst einmal sekundär. Wichtig ist, dass du dir einen Helden ausdenkst, der dir dabei hilft, eine packende Geschichte in deinen Vortrag einzuarbeiten. Schliesslich ist es der Hauptcharakter, der den Zuhörer in seinen Bann zieht. Mit dem Helden fiebert man mit oder kann ihn nicht ausstehen. Der Held wie auch der Bösewicht wecken Emotionen und sorgen dafür, dass deine Zuhörerschaft aufmerksam bleibt und eine emotionale Verbindung zu deinem Kernthema entwickelt.

Wer ist der Held deiner Story?

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Die Heldin oder der Held deiner Story innerhalb der Präsentation kann jeder und alles sein. Vom fiktiven Comic-Helden, über den netten Kollegen, deinen Chef, das Publikum, deine Oma, bis hin zur Katze. Egal! Hauptsache, deine Zuhörer können sich mit dem Hauptcharakter identifizieren. Und denke daran: Auch Anti-Helden und Bösewichte haben die Kraft, Emotionen beim Publikum zu wecken. Und noch ein Gedankengang zum Thema «Helden-Erstellung für Storytelling»:

Ja. Natürlich kannst du dich selbst als Held in deine Geschichte schreiben; deinem Publikum erzählen, wie du locker aus der Hüfte heraus den Welthunger abschaffen wirst und unsere moderne Wegwerfgesellschaft vom Plastikmüll befreist. Beides spektakuläre Themen, die an und für sich schon für Aufmerksamkeit sorgen sollten! Doch hier gehst du das Risiko ein, zu dick aufzutragen. Du bläst deine ohnehin schon dominante Rolle als Redner mit der des Helden auf. Als Ergebnis kann es durchaus passieren, dass sich dein Publikum von deinem übergrossen Ego abwendet und selbst vor solch bahnbrechenden Themen Augen und Ohren verschliesst.

Die Rolle des Helden beim Storytelling

Egal, ob beim «Herr der Ringe», ob «Harry Potter» oder «Lady in Red»:

Der Held jeder Geschichte wird mit einem Problem konfrontiert und muss es aus der Welt schaffen.

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Dass die Reise des Helden nicht ohne Widerstände verläuft, ist klar. Dass der Held in deiner Geschichte die Probleme löst, indem er zum Beispiel deine Produkte nutzt oder deine Dienstleistung in Anspruch nimmt, ist ebenfalls logisch. Denke vor allem bei einer Verkaufspräsentation daran, dass der Held und sein Entwicklungsweg im Vordergrund steht – nicht das Produkt oder die Dienstleistung selbst. Dein Publikum soll im Idealfall durch Veränderungen, die dein Held erlebt, die Vorteile deines Produkts und/oder der Dienstleistung erkennen. Das gilt natürlich auch bei Präsentationen, die primär eine Entscheidung herbeiführen sollen oder ein Projekt vorstellen.

Ein FolienWerke-Tipp zum Storytelling:

Wenn möglich, beziehe dein Publikum mit in deine Geschichte ein. Die ungeteilte Aufmerksamkeit ist dir gewiss, wenn das Publikum sogar aktiv mitwirkt: «Was soll der Held Ihrer Meinung nach tun? Soll er sich so entscheiden oder doch lieber seinen gewohnten Weg gehen?»

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