Zeit für Helden – Teil 2 Storytelling als Teil deiner Präsentation - #10

Michael Bäuerle
05. Februar 2019

Dein Held führt das Publikum zum Kernziel deiner Präsentation.

Soweit – so gut! Du hast deinem Storytelling-Helden eine Gestalt verliehen. Sei es eine fiktive Figur, ein Kollege, dein Chef, das Publikum oder sogar du selbst. Nun geht es darum, deinen Helden in die Präsentation zu integrieren. Beziehungsweise eine Geschichte zu erfinden, in der dein Held das Publikum zu dem hinführt, was du mit deinem Vortrag erreichen möchtest. Ein Plot muss her! Eine Story-Line. Diese zu kreieren, ist im Grunde gar nicht so schwer. Schliesslich ist jede Geschichte mehr oder weniger gleich strukturiert.

Ein paar Grundgedanken, bevor die Story losgeht

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  1. Denke daran, deine Präsentation mit verschiedenen Stilmitteln interessant zu machen. Erschaffe deinem Helden eine Bühne, die es ihm einfacher macht, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Halte Textpassagen so kurz wie möglich. Baue Videos, Bilder und Podcasts in deine Folienpräsentation mit ein.
  2. Lass das Publikum mitspielen – beziehe deine  Zuhörer mit in die Geschichte ein. Das hält die Aufmerksamkeit auf einem sehr hohen Level. Dein Publikum kann sich viel leichter mit dem Helden / der Story identifizieren und überträgt diese Zuneigung automatisch auf die Kernaussage der Präsentation.
  3. Verliere aber auch bei all dem Storytelling nicht das Hauptziel aus den Augen. Schliesslich möchtest du deine Zuhörerschaft nicht nur unterhalten, sondern mit deiner Präsentation auch etwas erreichen.

Die Storyline in deiner Präsentation …

… hat einen roten Faden: Dein Held steht vor einem Problem, begibt sich auf den Lösungsweg und meistert letztendlich die Situation. Sein Erfolg stellt sich ein, wenn er deine Dienstleistung oder dein Produkt benutzt, dein Projekt ausführt, deine Idee umsetzt. Hier ein «Drehbuch-Vorschlag» wie die Story in einer Präsentation gegliedert werden könnte:

Szene #1: Der Alltag

Dein Held befindet sich in seinem gewohnten, natürlichen Umfeld. Unterm Strich ist er zufrieden, doch er hat das Gefühl, dass das nicht alles gewesen sein kann. Oder er wird urplötzlich mit einem Missstand konfrontiert, den er ändern muss oder möchte.

Szene #2: Die Entscheidung

Soll er sich in das Abenteuer wagen? Lust hat er zwar keine, ist ängstlich und tut sich schwer, seine Komfortzone zu verlassen. Doch ihm ist auch klar, dass er das Wagnis eingehen muss, um seinen Traum zu verwirklichen, das Problem zu lösen, die Welt zu retten, Oma eine Freude zu machen, etc. Oder soll er doch lieber erst nochmal eine Nacht drüber schlafen?

Szene #3: Der Schubser

Jeder Mensch braucht hin und wieder einen Motivator, um den nächsten Schritt zu gehen. Das kann eine Begegnung sein, ein Gespräch, ein Erlebnis, ein Ereignis oder eine Eingebung. In dieser Szene wagt dein Held den Sprung ins kalte Wasser.

Szene #4: Der Weg über Stock und Stein

Stell deinen Helden vor Probleme und lass auch Rückschläge und Fehlversuche zu. Nichts im Leben verläuft immer nur glatt. Vielleicht trifft er auf Verbündete, die ihm mit Rat und Tat weiterhelfen, beziehungsweise auf dein Produkt, deine Dienstleistung, Projekt oder Idee aufmerksam machen. Hier soll dem Helden klar werden, dass er sich auf Neues einlassen muss, um ans Ziel zu kommen.

Szene #5: Der Wendepunkt

Wenn du ganz tief in die «Drama-Kiste» greifen möchtest, kannst du hier den Helden erst zugrunde richten. Doch in letzter Sekunde besinnt sich dein Held auf den Kernpunkt der Präsentation. Er sammelt all seine Kräfte. Er richtet sich auf. Geht es an und …

Szene #6: Die Sternstunde

Jawohl! Er hat es geschafft! Er löst das Problem dank deines Präsentations-Kernpunks mit Bravour und ist dank dieser Erfahrung stärker, schlauer, weiser und glücklicher geworden.

Szene #7: Die Heimkehr & die Erkenntnis

Wieder zurück in seinem normalen Leben, hat sich für den Helden deiner Story vieles zum Guten verändert. Ihm ist klar geworden, dass man hin und wieder Wagnisse eingehen muss, um sein Leben zu bereichern. Er weiss auch, dass er es ohne deinen Kernpunkt nicht geschafft hätte, das Problem zu lösen.

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FolienWerke Tipp zum Storytelling in der Präsentation

Schreibe kein Epos! In der Kürze liegt die Würze: So das Prinzip einer guten, spannenden und zuhörerfreundlichen Präsentation. Das Storytelling dient der Präsentation – nicht umgekehrt! Wenn du dir nicht ganz sicher bist, wie du Storytelling in deinen Vortrag verwebst, wie du die Story am effektivsten auf deine Kernaussage ausrichtest oder wie du dem Helden auf den Präsentationsfolien Gestalt verleihen kannst, dann melde dich einfach bei uns. Wir haben nämlich zum Thema Storytelling echt ein paar gute Geschichten auf Lager, die wir gerne mit dir teilen.

Nutzt du bereits Storytelling in Präsentationen? Ich freu mich auf deinen Input zum Thema.

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