Recherche - Der erste Schritt deiner Präsentationsvorbereitung - #02

Michael Bäuerle
08. Juni 2018

Belege deine Präsentation mit hieb- und stichfesten Daten!

Jede Präsentation soll in erster Linie eins vermitteln: Die Vorzüge deines Projekts. Fundierte Fakten, einleuchtende Daten und Analysen sind demnach ein sehr wichtiger Teil deiner Präsentation. Diese stellen nämlich dein Projekt auf ein fachlich solides Fundament. Somit ist die Recherche ein signifikanter Schritt bei der Vorbereitung deines Vortrags. Bücher, Fachzeitschriften, Zeitungen, TV und vor allem das Internet bieten eine schier unüberschaubare Menge an Informationsquellen.

Die Herangehensweise für eine erfolgreiche Recherche

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Das Jagdrevier nach wasserdichten Daten und belegten Fakten hängt primär von dem Thema oder dem Projekt ab, das du präsentieren möchtest. Die erste Frage, die du dir also bereits vor der Recherche stellen solltest, ist nach dem Ziel deiner Präsentation. Soll sie eher unterhalten oder ein kritisches Publikum von deinem Geschäftsvorhaben überzeugen? Wo für eine Präsentation über die aktuellen Modetrends relevante Zeitschriften oder Fashion-Blogs als Informationsquellen genügen, müssen bei der Recherche über juristische, wirtschaftliche oder medizinische Thematiken deutlich schwerere Geschütze aufgefahren werden. Mit Alltags-Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Bing und Co. kommst du hier kaum weiter – beziehungsweise recht schnell vom Weg ab. In klassischer Sherlock-Holmes-Manier musst du also Bereiche des Webs durchstöbern, das der breiten User-Masse völlig unbekannt ist: Zum Beispiel das sogenannte Deep Web – ein Teil des Internets, in dem vorwiegend Fachdatenbanken ihre Erkenntnisse preisgeben.

Das Ziel deiner Präsentation bestimmt, wohin dich die Jagd nach Daten und Fakten führt!

Die Internetrecherche – Kein Buch mit sieben Siegeln

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Sie ist eher ein Dickicht voller Suchoptionen! Für circa 90 % aller User beginnt die Internetsuche bei Google (laut „StatCounter“ zu 85,8 % auf Desktops und zu 98 % auf mobilen Geräten). Dass der Gigant unter den Suchmaschinen zwar unerschöpflich viele, aber darunter auch zig unnötige Suchergebnisse auswirft, macht die Recherche nach stichfesten Fakten leicht zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Um eine treffsichere Suche zu starten, können aber noch andere Suchoptionen genutzt werden. Hier eine kleine Aufschlüsselung der Suchmaschinen:

  1. Allgemeine Suchmaschinen
    Google, Yahoo, Bing und so weiter führen dich bei der Recherche zu einem sehr breiten Feld an Informationsquellen. Kleiner Tipp: Solltest du Wert auf Datenschutz legen, dann lass die Big Player wie Google & Co. links liegen und greife zum Beispiel auf „DuckDuckGo“ zu. Hier findest du zwar vornehmlich englische Suchergebnisse, doch deine Suche verläuft anonym.
  2. Meta-Suchmaschinen
    Wenn du dich bei deiner Recherche nur auf eine allgemeine Suchmaschine verlässt, kann es durchaus sein, dass dir so manch relevantes und nützliches Suchergebnis durch die Lappen geht. Um diese Löcher zu stopfen, kannst du dich sogenannter Meta-Suchmaschinen bedienen. Diese nutzen bei der Suche mehrere Suchmaschinen simultan. Beispiel hierfür sind unter anderen eTools, Metager oder Ixquick.
  3. Deep Web Suchmaschinen
    Hier geht es buchstäblich ans Eingemachte. Das 'versteckte Web' bietet einen beachtlichen Fundus an Fachdatenbanken, auf die allgemeine Suchmaschinen keinen Zugriff haben. Ideal also für Präsentationen, die mit handfesten, fundierten sowie kompetenten Daten und Fakten belegt werden sollen. Wo zum Beispiel „WorldWideScience“ auf viele Fachbereiche übergreift, konzentriert sich „Biznar“ auf wirtschaftliche Themen oder „Mednar“ auf medizinische Abhandlungen.
  4. Online-Bibliotheken
    Dank dem WWW kannst du ganz bequem in umfangreichen Online-Bibliotheken stöbern. So bietet unter anderen die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz eine bestens strukturierte Online-Bibliothek. Über die Website www.bibliothek.ch erhältst du Zugang zu den größten und wichtigsten Bibliotheken in der Schweiz.

Gute Quelle – Schlechte Quelle?

Deine Präsentation mit Fake News zu untermauern, ist natürlich suboptimal. Doch welche Quelle ist vertrauenswürdig, und welche basiert eher auf gefährlichem Halbwissen? Hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Der Urheber / Autor
    Ist der Verfasser bekannt? Gilt er als Experte auf diesem Gebiet? Hat er noch weitere Expertisen verfasst – bestenfalls als Druckversionen wie Bücher oder Fachartikel?
  • Die Website
    Weist die Seite ein Impressum auf und ist dies vollständig? Wer betreibt die Seite? Eine Firma, Behörde, Privatperson oder Organisation? Die Objektivität Wie objektiv ist der Inhalt? Wen soll die Info ansprechen (Zielgruppe) und welches Motiv steckt dahinter?
  • Die Aufmachung
    Der erste Eindruck lässt tief blicken! Ist die Seite professionell aufgebaut und präsentiert? Wie liest sich der Text? Rechtschreib- und Grammatikfehler, ein unseriöser Schreibstil sowie ein irreführender und unlogischer Textaufbau sind recht klare Indizien dafür, nach einer anderen Quelle Ausschau zu halten.
  • Der Inhalt
    Sind die Aussagen im Text überprüfbar und mit Fakten untermauert? Gibt es klar erkennbare Verweise zu Quellen, Hinweisen und Referenzen? Wurden alle wichtigen Gesichtspunkte des Themas berücksichtig?

Wichtig: Die Quellen angeben!

Sobald du dich Daten, Zitate, Statistiken und sonstiger Fakten von Dritten bedienst, muss dies angegeben werden. Sonst kann es passieren, dass du dich in Sachen Urheberrecht strafbar machst!

Wie recherchierst du deine Präsentationen? Ich würde mich über Feedback in Form eines Kommentars freuen!

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