Die letzte Folie ist mehr als der Ort für ein grosses «Danke für Deine Aufmerksamkeit». Sie ist Deine letzte Chance, die wichtigsten Botschaften zu verankern und Deinem Publikum mitzugeben, was als Nächstes passieren soll. In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Du Deine Schlussfolie gezielt einsetzt: Für einen Abschluss, der nicht einfach endet, sondern Wirkung hinterlässt.
Die Präsentation ist geschafft, die letzte Folie erscheint und darauf steht: «Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.»
Kann man machen. Ein bisschen schade ist es trotzdem. Denn bedanken kannst Du Dich auch mündlich. Deine letzte Folie kannst Du stattdessen dafür nutzen, Deine wichtigsten Aussagen noch einmal auf den Punkt zu bringen, Dein Publikum zu einer Handlung aufzufordern oder den Übergang zur anschliessenden Diskussion zu schaffen. Kurz gesagt: Verschenke Deine letzte Folie nicht.
Der letzte Eindruck bleibt
Stell Dir Deine Präsentation wie ein 3-Gänge-Menü vor. Nach Vorspeise und Hauptgang kommt das Dessert – und genau das bleibt uns häufig besonders gut in Erinnerung. Bei Präsentationen ist es ähnlich. Die Schlussfolie ist Dein letzter visueller Eindruck und sollte deshalb noch einmal zeigen, worum es in Deinem Vortrag wirklich ging. Greife dafür Deine wichtigsten Kernbotschaften auf und fasse sie so knapp wie möglich zusammen. Mehr als drei Punkte sollten es nicht sein. Schliesslich geht es nicht darum, Deine gesamte Präsentation noch einmal auf eine Folie zu quetschen, sondern die Essenz davon sichtbar zu machen.
Sag Deinem Publikum, was jetzt passieren soll
Was soll Dein Publikum nach Deiner Präsentation tun? Genau diese Frage kannst Du mit einem Call-to-Action auf Deiner Schlussfolie beantworten.
Statt Deine Zuhörer mit einem «Danke für die Aufmerksamkeit» zu verabschieden, gibst Du ihnen eine konkrete nächste Handlung mit. Wenn Du beispielsweise ein Produkt, ein Buch oder eine Dienstleistung präsentierst, kannst Du diesen Call-to-Action zusätzlich durch Informationsmaterial oder Give-aways im Ausgangsbereich unterstützen.
Wichtig ist vor allem: Mach es Deinem Publikum so einfach wie möglich, Deiner Aufforderung zu folgen.
Von der letzten Folie direkt in die Diskussion
Nicht jede Präsentation endet wirklich mit der letzten Folie. Vielleicht folgt danach eine Fragerunde oder Du möchtest eine Diskussion mit Deinem Publikum starten. Auch dafür kannst Du Deine Schlussfolie nutzen: Eine provokative Frage, eine Aussage oder ein passendes Zitat können einen natürlichen Übergang schaffen und Deinem Publikum einen konkreten Gedanken für die anschliessende Diskussion mitgeben. So wird aus dem Ende Deiner Präsentation gleichzeitig der Anfang eines Gesprächs.
Eine Folie, mehrere Aufgaben
Zusammenfassung, Call-to-Action und Übergang zur Diskussion müssen sich nicht gegenseitig ausschliessen. Gut aufgebaut kann eine professionelle Schlussfolie sogar alle drei Komponenten miteinander verbinden, ohne überladen zu wirken.
Deine letzte Folie soll also nicht einfach signalisieren: «So, das wars.» Nutze sie lieber für das, was nach Deiner Präsentation hängen bleiben soll. Denn wenn Du schon viel Zeit in Einstieg, Story und Gestaltung investierst, darf auch das Ende ein bisschen mehr können als «Danke». 😉
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