Eine gute Corporate-Story entsteht nicht zufällig. Sie folgt bestimmten Prinzipien, die darüber entscheiden, ob eine Geschichte Menschen erreicht oder wirkungslos verpufft. Dabei geht es nicht darum, möglichst dramatisch oder kreativ zu sein. Viel wichtiger ist, dass die Story zu deinem Unternehmen passt, deine Zielgruppe anspricht und eine emotionale Verbindung schafft. In diesem Beitrag zeigen wir dir die vier Eckpfeiler, auf denen erfolgreiche Corporate-Storys aufbauen – und weshalb oft gerade die einfachen Geschichten die grösste Wirkung entfalten.
Ein Auszug aus dem Buch „Erzähl’s doch der Parkuhr“
1. Die Story muss zum Unternehmen passen
Stichpunkt: Markentonalität. Wenn du eine Business-Story schreibst, weil Storytelling gerade dermassen hip ist und es die anderen ja auch machen, dann spar dir die Mühe. Das bringt nichts. Eine Unternehmens-Story spiegelt die Werte des Betriebs, eines Projekts, eines Produkts, einer Person wider. Wenn du beispielsweise ein Bestattungsunternehmen leitest, erzähl von Liebe, guten Erinnerungen, Würde, Frieden. Pack Emotionen in die Geschichte und verdeutliche, warum deine Kunden bei dir in den besten Händen sind.
2. Die Unternehmens-Story dreht sich um die Kund:innen
Für wen schreibst du? Was willst du erreichen? Diese zwei Fragen stehen am Anfang jeder Erzählung. Storys kommen gut an, wenn sich deine Leser:innen damit identifizieren können. Und das klappt am besten, wenn du sie zu Held:innen der Geschichte machst. Die Rolle als Erzähler:in ist eher die der Helfer:in, welche die Held:innen auf der Reise unterstützt.
3. Emotionen wecken
Wir sind seit der Steinzeit darauf programmiert, von Geschichten zu lernen. Unser Gehirn schüttet eimerweise Hormone aus, wenn wir eine gute Story hören. Und die besten Storys sind die, die uns auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen.
4. Du musst keinen Blockbuster schreiben
Im Gegenteil. Gute Business-Storys sind meist weniger komplex und greifen ganz normale Alltagssituationen auf. Was sie dafür aber meisterlich ausgestalten, ist ihre Relevanz für die jeweilige Zielgruppe. Corporate-Storys, die sich mit den Wünschen, Problemen und Zielen ihrer Zielgruppe beschäftigen, haben in Sachen Impakt immer die Nase vorne.
Corporate-Storyteller:innen
Eine Business-Story zu schreiben und sie zu kommunizieren, das sind zwei Disziplinen derselben Sportart. Das klassische Storytelling – so mit mikrofon in der Hand auf der Bühne vor mehreren Zuschauenden – ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten, deine Geschichte zu erzählen. Es ist aber genau dieses Szenario, das vielen Geschichtenerzähler:innen zu Beginn den Angstschweiss auf die Stirn treibt. Falls du dazugehörst, dann schau dir doch mal unsere Rhetorik-Workshops an. Zudem bieten sich je nach Format der Corporate-Story – Video, PowerPoint-Folien, Blogbeitrag, Podcast usw. – die vielen Social-Media-Kanäle und natürlich deine Unternehmenswebsite als digitale Story-Teller an. Achte besonders bei Social Media darauf, dass die auch von deiner Zielgruppe genutzt werden.

Eine wirkungsvolle Corporate-Story braucht keine komplizierte Dramaturgie. Entscheidend ist, dass sie zur Marke passt, für die Zielgruppe relevant ist und eine klare Botschaft vermittelt. Wenn du diese vier Eckpfeiler berücksichtigst, schaffst du die Grundlage für Geschichten, die nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern Menschen bewegen. Denn gutes Storytelling bedeutet letztlich, komplexe Inhalte verständlich, nahbar und erinnerungswürdig zu machen.
Dieser Beitrag ist ein Auszug aus unserem Buch „Erzähl’s doch der Parkuhr. Oder lerne, wie Storytelling funktioniert“. Darin zeigen wir, wie aus einer Idee Schritt für Schritt eine überzeugende Business-Story entsteht.
Wenn Du tiefer ins Thema Storytelling eintauchen möchtest, findest Du im Buch viele weitere Methoden und Beispiele für wirkungsvolle Präsentationen.
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