05. Februar 2026 · Elly Reif

Vom Faktengrab zur fesselnden Business-Story

Zahlen überzeugen nicht allein. Drei Storytelling-Ansätze, mit denen Du trockene Fakten in starke Business-Storys verwandelst.

 

Fakten allein überzeugen selten. Erst eine gute Story macht aus Zahlen Bedeutung und aus Informationen Wirkung. In diesem Beitrag zeigen wir drei Storytelling-Ansätze, mit denen trockene Inhalte zu echten Business-Storys werden.

Ein Auszug aus dem Buch Erzähl’s doch der Parkuhr

 

Fakten sind wichtig – aber mal ehrlich: Einfach nur Zahlen, Daten und Bulletpoints runterrattern ist der sichere Weg ins Präsentationsnirwana. Damit deine Botschaft ankommt, brauchst du eine Story, die glaubwürdig ist und zu deinen Inhalten passt. Warum? Weil das Skript für einen postapokalyptischen Horrorfilm nicht in die Welt der Teletubbies passt.

Wir empfehlen dir drei schlaue Storytelling-Ansätze, mit denen du trockene Informationen in spannende Business-Storys verwandelst.


Ansatz 1: Die Erzählform
Die klassischste aller Storytelling-Formen ist die des Erzählens. Ähnlich den bekannten Märchen kannst du dir diesen Weg mit dem typischen «Es war einmal»-Anfang vorstellen. Besonders beim Erklären von Firmenzielen oder neuen Projekten macht die Erzählform den Unterschied aus. Ein Thema nicht nur als Faktenbündel zu präsentieren, sondern daraus eine Geschichte zu kreieren, bringt uns zurück zu unserem letzten Blogbeitrag: Fakten versus Emotionen. Die Schritte, mit denen die Firmenziele erreicht werden sollen, sind so nicht mehr eine Auflistung von erstens, zweitens und drittens, sondern bilden stattdessen eine spannende Reise voller Hindernisse und Herausforderungen, auf die du dein Team mitnimmst.


Ansatz 2: Erzählungen und Anekdoten
Mit diesem Ansatz verwandelst du deinen Vortrag nicht in eine einzige Geschichte. Stattdessen schmückst du den klassischen Vortrag mit einer Reihe Kurzgeschichten aus. Kleinere Anekdoten machen eine Rede spannend, erlauben es jedoch, dass der Fokus auf den Informationen bleibt. Das Ausschmücken der Tatsachen löst bei deinem Publikum immer wieder einen Emotionsschub aus, der die Informationsvermittlung auflockert. Ein zusätzlicher Trick ist, dass der Schauplatz der Anekdoten nicht zufällig irgendwo angesiedelt, sondern bewusst so gewählt wird, dass ihn die Zuhörenden kennen. Beispielsweise im eigenen Büro oder im Homeoffice.


Ansatz 3: Gezielte Effekte
Hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Geschichte, die du erzählst. Auch nicht um Kurzgeschichten. Verwende stattdessen ganz subtil rhetorische Mittel wie Allegorien und Metaphern und schmücke deine Rede damit aus. So malst du in den Köpfen deiner Zuhörenden detaillierte Bilder zu den Kernaussagen. Ähnlich wie beim Hören einer Geschichte werden die Inhalte
schneller verarbeitet. Du beginnst beispielsweise deinen Vortrag mit einem Vergleich, der dir fassbar erscheint und den sich alle gut vorstellen können. Ein guter Ansatz wäre eine Auflistung früherer Errungenschaften, die das Publikum gut kennt, vielleicht sogar persönlich mitverfolgt hat. Es kann sich bildlich daran erinnern. Du vergleichst diese vergangenen Erfolge nun mit künftigen Ideen oder Sinnbildern. Denke daran:

Neben der Inspiration durch Blockbuster oder Horrorfilme und diesen drei Ansätzen benötigst du als Nächstes vor allem eines: Übung. Mach dich nicht verrückt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Selbst die renommiertesten Storyteller:innen unserer Zeit haben etliche Versuche benötigt, bevor sie mit ihren Business-Storys ganze Massen zu einer Entscheidung bewegt haben. Je öfter du dich mit dem Thema Storytelling auseinandersetzt, desto näher rückt der Erfolg.

Gute Stories entstehen nicht über Nacht. Sie wachsen mit jedem Versuch, jeder Präsentation und jedem bewussten Einsatz von Bildern, Vergleichen und Erzählungen. Fang einfach an, probiere Dich aus und bleib dran. Denn je öfter Du Storytelling einsetzt, desto stärker wird Deine Botschaft und desto länger bleibt sie im Kopf.

Mehr Theorie und Übungen findest Du in unserem Buch Erzähl’s doch der Parkuhr. Oder lerne, wie Storytelling funktioniert.

Träumst Du schon von Deiner nächsten Story?


Elly

Autor:in

Elly

  • theaterkind
  • bücherdrache
  • tagträumerin
  • bartending
  • turnverein

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