Übung macht den Meister! Ein guter Vortragsstil ist lernbar - #62

Ellen Riesterer
12. Mai 2022

Einrad fahren, Jonglieren, Origami und Reden: Alles eine Sache der Übung.

Einprägsame PowerPoint-Slides zu kreieren, ist eine Sache. Einen hoch interessanten, auf den Punkt gebrachten Vortrag auszuarbeiten, eine andere. Das Ganze dann flüssig, deutlich und packend vor einem Publikum zum Besten zu geben, ist die dritte Sache, an der viele scheitern. Die gute Nachricht: Reden vor Publikum lässt sich üben! Wie das am besten geht, worauf du beim Üben achten solltest und welche Hilfsmittel du nutzen kannst, sind Thema dieses Artikels.

Schnell & leise

Diese zwei Adjektive fassen den Redestil vieler Menschen zusammen, denen es schwerfällt, vor einem grösseren Publikum zu reden. Das hast du bestimmt auch schon oft bei Präsentationen erlebt: Der Redner betritt die Bühne, projiziert die erste Folie an die Wand und legt los. Ein Wortschwall wie ein Wasserfall – nur bei weitem nicht so laut. In dir macht sich schon nach den ersten Sätzen das Gefühl breit, dass der Vortragende nur eines will: Weg von hier! Das Unwohlsein des Präsentierenden ist praktisch greifbar, und deine Lust, dem Vortrag zu folgen, geht augenblicklich mit wehenden Fahnen unter. Und zwar genauso schnell und leise wie die Worte, die der Vortragende von sich gibt. Hier findest du schon die ersten Ansätze, die du vor deinem Auftritt üben kannst.

Redegeschwindigkeit & Lautstärke

Jeder Mensch bedient sich im Alltag – beziehungsweise bei normalen Gesprächen – einer durchschnittlichen Redelautstärke. Natürlich variiert diese von Mensch zu Mensch, doch wird sie immer so gehalten, dass man weder zu Ohrenstöpseln oder zum Hörgerät greifen muss. Wird die «normale» Redelautstärke weiter nach oben oder nach unten justiert, signalisiert das dem Zuhörer, dass der Redner zum Beispiel aggressiv, schüchtern, traurig, genervt aber im Grunde immer unsicher ist.

Bei einem Vortrag solltest du also darauf achten, dass deine Redelautstärke mehr oder minder im «Normalbereich» liegt. Geübte Redner nutzen zwar unterschiedliche Lautstärken, um ihr Publikum aufzurütteln, zu entspannen und so weiter, doch solltest du diese Tricks nur mit Bedacht anwenden.

Und dann wäre da noch die Redegeschwindigkeit. Man tendiert bei öffentlichen Vorträgen automatisch dazu, etwas schneller als gewöhnlich zu reden. Nervosität oder auch Übereifer sind oft der Grund hierfür. Auch wenn man selbst das Gefühl hat, langsam und deutlich zu reden, liegt das Rede-Tempo immer noch klar über dem normalen Geschwindigkeitslimit. Achte also stets bewusst auf deine Rede-Tempo während du vor einem Publikum stehst.

Spiegel, Stoppuhr, Aufnahmegerät & Meerschweinchen

Üben! Üben! Üben! Auch wenn es sich komisch anfühlen mag, vor einem Spiegel den eigenen Vortrag zum Besten zu geben: es hilft! So hörst du dir nämlich nicht nur bewusst selbst zu, sondern kannst zugleich auch an deiner Mimik und deiner Körpersprache feilen.

Die Stoppuhr hilft dabei, deine gefühlte Redegeschwindigkeit tatsächlich messbar zu machen. Du wirst erstaunt sein, wieviel «Gas» du unbewusst beim Reden gibst, wenn du einen Vortrag hältst.

Das Aufnahmegerät ist beim Redetraining eines der wichtigsten und zugleich unangenehmsten Hilfsmittel. Obwohl man sich im Rahmen von Unterhaltungen jeden Tag beim Reden hört, hat die aufgenommene Stimme nochmal eine ganz andere Qualität.

«Was? So höre ich mich an?»

Man nimmt seine Worte als Zuhörer wahr. Und das ist zunächst einmal befremdlich. Aber es hilft ungemein dabei, seine Redegeschwindigkeit und -Lautstärke zu optimieren.

Ein Test-Publikum – aka die «Meerschweinchen» – stellen den finalen Akt deiner Vortrags-Trainingssession dar. Freunde und Familie können dir wertvolles Feedback zu deinem Redestil geben. Und du probst deine Präsentation vor einer tatsächlichen Zuhörerschaft.

Wenn du voll auf Nummer sicher gehen möchtest, dann bieten unsere professionellen Rhetorik-Trainer & Coaches ihre Dienste an. Bei unseren Workshops bist du dies bezüglich bei uns in den besten Händen.

 

Und du? Übst du deinen Vortragstil? Welche Hilfsmittel nutzt du dafür und womit hast du die besten Erfahrungen gemacht? Oder hast du eventuell noch ein paar gute Techniken auf Lager, die du an dieser Stelle teilen möchtest? Nutze einfach die Kommentar-Funktion unter diesem Artikel! Ich bin schon sehr auf deinen Input gespannt.

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