Die Geburtsstunde Ihrer Präsentation - #01

Michael Bäuerle
14. Mai 2018

Das Thema Ihrer Präsentation steht fest … und jetzt?

Auf dem weissen Folienhintergrund blinkt erwartungsvoll der Cursor und wartet auf Eingebung. Genau wie Sie. Denn obwohl die Thematik Ihrer Präsentation klar ist, fehlt Ihnen ein passender Ansatzpunkt. Nun könnten Sie wie einst Hemingway zur Rumflasche greifen, um Ihre Kreativität zu entfesseln, doch davon ist abzuraten.

Stattdessen ist es viel hilfreicher, sich geistigen wie auch körperlichen Freiraum zu schaffen. Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem es leichtfällt, sich zu konzentrieren. Schaffen Sie sich auch in Ihrem Terminkalender Platz, damit Sie in dieser Zeit nicht gestört werden.

Um Ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, benötigen Sie Platz!

Zunächst einmal gilt dies für den tatsächlichen Raum, in dem Sie Ihrer Präsentation Gestalt verleihen möchten. Vorzugsweise sollte dieser Ort zunächst eines bieten: Ruhe. Also kein laufender TV mit dem aktuellen Börsenbericht, kein Grossraum Office, das vor Geschäftigkeit regelrecht brummt, und vielleicht auch nicht Ihr Lieblings-Café, in dem gerade eine coole After-Work-Party stattfindet. Dann sollte der Ort natürlich auch in Sachen Technik alles bieten, was Ihnen bei der Präsentationsgestaltung hilft. Internetzugang, eventuell ein Whiteboard, eine grosse Arbeitsfläche, auf der Sie sich ausbreiten können, usw. 

Falls Ihnen auf Ihrer Arbeitsstelle kein eigenes Office zur Verfügung steht, könnte vielleicht ein leerer Konferenzraum als Ihr Kreativbereich dienen. Sollten Sie die Möglichkeit haben, vom Home-Office aus zu arbeiten, dann wählen Sie eine Zeit, in der zuhause möglichst viel Ruhe herrscht. Und ziehen Sie vielleicht von Ihrem kleinen Schreibtisch zum grossen Esszimmertisch um. Desto mehr Platz Sie haben, desto leichter fällt es, kreativ zu sein.

Legen Sie sich alles zurecht, was Sie benötigen

In einer Grossküche spricht man vom „Mise en Place“ – der Vorbereitung des Arbeitsplatzes. Alle Zutaten sind geschnitten, alle Messer geschärft, Pfannen und Töpfe in greifbarer Nähe. Nur wer seinen „Posten“ gut vorbereitet, kommt nicht ins Schleudern, wenn das à-la-carte-Geschäft beginnt.

Dieses Prinzip sollten Sie auch in der ersten Gestaltungsphase Ihrer Präsentation anwenden. Legen Sie sich alles zurecht, was Sie benötigen und was Ihnen bei der Ausarbeitung der Präsentation hilfreich sein kann. Das fängt bei der Flasche Wasser, der Thermoskanne Kaffee und dem Päckchen Traubenzucker an, geht über sämtliches Recherchematerial und hört bei Schreibblock und Bleistift auf. Hauptsache, Sie müssen nicht inmitten Ihres Kreativitätsflusses aufstehen, um sich auf die Suche nach Whiteboard Markern zu machen …

Schaffen Sie sich geistigen Freiraum

Um wirklich konzentriert an dem Grundgerüst Ihrer Präsentation arbeiten zu können, arrangieren Sie Ihren Terminkalender entsprechend. Legen Sie nach Möglichkeit alle Gespräche und Meetings so, dass Ihnen die Zeit zur Vorbereitung Ihrer Präsentation wirklich freisteht. Melden Sie bei Ihren Kollegen an, dass Ihr Smartphone für eine oder zwei Stunden auf „Stumm“ geschaltet ist. Bitten Sie, nur in Notfällen kontaktiert zu werden.
Wenn all dies geklärt und organisiert ist, setzten Sie sich für ein paar Minuten einfach nur hin und geniessen Sie ganz bewusst die Ruhe. Jetzt holen Sie noch einmal tief Luft und erwecken dann Ihre Präsentation zum Leben!

Wie bereiten Sie sich vor? Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie mit der Arbeit an einer neuen Präsentation beginnen? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit!

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