Das ideale Testpublikum für deine PowerPoint-Präsentation - #71

Ellen Riesterer
14. Juli 2022

Das Testpublikum: Die ultimative Zerreissprobe deiner Präsentation.

«Übe deinen Vortrag vor einem Testpublikum.» Diese Empfehlung findet sich in fast jedem Artikel, der zum Thema Präsentations-Vorbereitung geschrieben wurde. Aus gutem Grund. Denn nichts ist wertvoller als direktes Feedback von Menschen, die deinen Vortrag verfolgt haben. Wie dieses Testpublikum aussieht, bekommt man dagegen nur sehr rudimentär vermittelt: Freunde & Familie. Ich möchte hier aber ein wenig näher ins Detail gehen und dir bei der Zusammenstellung eines idealen Testpublikums ein paar Gedankenanstösse liefern.

Wie sieht das ideale Testpublikum aus?

Wenn du einen Zauberstab zur Hand hättest und dir dein perfektes Testpublikum herbeizaubern könntest: Wen würdest du dir selbst vorsetzen? Wahrscheinlich keine 30-köpfige Vorschulklasse, die zwar wissbegierig ist, aber dafür eine sehr überschaubare Aufmerksamkeitspanne mitbringt. Und auch kein Expertenkomitee, das jedes gesagte Wort analysiert und in der Luft zerreisst. Eine Gruppe von Ja-Sagern ist zwar gut fürs Ego, dafür aber wenig hilfreich. Eine Kombination wäre da optimal. Doch wo und – vor allem – wie findet sich ein solches Testpublikum?

Die ernüchternde Erkenntnis: Wahrscheinlich nirgends.

Das bedeutet zwar, dass du auf das eine, perfekte Testpublikum verzichten musst. Es bedeutet aber keineswegs, dass dir das unterschiedliche Feedback der verschiedenen Test-Personen durch die Lappen gehen muss. Anstatt alles auf ein Testpublikum zu setzen, kannst du deinen Vortrag mehrmals vor verschiedenen Testgruppen proben.

Desto diverser das Testpublikum – desto wertvoller das Feedback

Dass das mehrfache Proben deiner Präsentation Gold wert ist, haben wir ja schon öfters hervorgehoben. Darunter ist das Reden vor einem Testpublikum die lehrreichste Übungsmethode. Verständlicherweise setzt sich das Standard-Testpublikum aus den Menschen zusammen, die sich in deinem direkten Umfeld bewegen: Familienmitglieder und Freunde. Das ist auch klasse und sehr hilfreich, doch solltest du es bei diesem einen Probedurchlauf nicht belassen. Dieses Testpublikum will dir nämlich nur Gutes und ist mit seinen Urteilen dir gegenüber oft positiv voreingenommen.

Frage deine Kollegen, ob sie sich die Zeit für einen kurzen Probedurchlauf nehmen können. Hier bekommst du nämlich Feedback, das mehr auf das Fachliche ausgerichtet ist. Sollte während der Arbeitszeit die Zeit dazu fehlen, verlege den Probevortrag auf den Feierabend und zu dir Nachhause. «Köder» deine Team-Mitglieder vielleicht mit einem anschliessenden BBQ im Garten und den besten Cuba-Libre, den sie je getrunken haben.

Nichts für schwache Nerven aber unglaublich wertvoll ist Reaktion von Jugendlichen auf deinen Vortrag. Hier geht es nicht um den fachlichen Inhalt, sondern um dein Vermögen, diesen zu vermitteln. Wenn du es schaffst, das Aufmerksamkeits-Level der «Rasselbande» für die Dauer deiner Präsentation hochzuhalten, gebührt dir der höchste Respekt! Zudem ist das Feedback eines jungen Publikums meist auch ernüchternd ehrlich. Frag einfach deine Kids, Neffen, Nichten, Enkel und all deren Freunde, ob sie nicht Bock hätten, eine Runde Testpublikum zu spielen.

Probst du deine Präsentation vor einem Testpublikum? Und wenn ja, wer darf dafür herhalten? Dann würden mich auch deine Erfahrungswerte interessieren. Ich bin schon sehr auf deinen Kommentar zu diesem Artikel gespannt!

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