Die Präsentation üben «7» ist die magische Zahl! - #64

Ellen Riesterer
26. Mai 2022

Weltweit werden pro Sekunde circa 350 PP-Präsentationen gehalten.

99 % davon kann und/oder möchte man sich nicht anhören. Der Grund hierfür sind mitunter schlecht designte Präsentationsfolien, doch viel öfter ist es der Redner selbst, der beim Publikum für Unmut sorgt. Oder für spontane, dafür aber übermächtige Müdigkeit. Kein Wunder, denn die meisten Vortragenden sind was das Fachwissen angeht zwar wahre Koryphäen, doch in Sachen Vortragsstil echte Schlaftabletten. Der gängigste Fehler bei schlechten Folienpräsentationen ist der Mangel an Vorbereitung. Und das Üben der Präsentation ist darunter einer der wichtigsten Faktoren, der leider viel zu oft vernachlässigt wird.

«Ein einstündiger Vortrag bedarf 30 Stunden Vorbereitung!»

Jesse Desjardins ist Kanadier. Das alleine ist zwar ganz nett, aber nicht wirklich von Bedeutung. Viel wichtiger ist, dass er als Consultant weltweit Top-CEOs im Tourismussektor unter anderem auch bei der Vorbereitung von Folienpräsentationen hilft. Jesse ist natürlich klar, dass 30 Stunden Vorbereitungszeit in der heutigen Geschäftswelt fast schon eine Utopie sind. Auch seine Empfehlung, mit der Vorbereitung der Präsentation im Idealfall schon zwei Wochen vor dem tatsächlichen Vortrag zu beginnen, ist für viele Führungskräfte schlicht und einfach nicht drin. Dass sich viele Redner aber noch nicht einmal die Zeit nehmen, ihre Präsentation wenigstens einmal zu üben, stösst bei Jesse auf völliges Unverständnis. Um einen Vortrag halbwegs sicher und – ganz wichtig! – unterhaltsam präsentieren zu können, sollte dieser laut Meinung des Experten mindestens drei Mal geprobt werden.

Wenn du jetzt glaubst, dass Jesse Desjardins mit seiner Messlatte für das Üben von Präsentationen völlig übertreibt, hier mal ein kleiner «Fun-Fact»:

Steve Jobs verwendete in der Regel mindestens zweit Tage für das Üben seiner Präsentation!

Sieben Trockendurchläufe unter realen Bedingungen

Sieben Mal deine Präsentation üben! Das ist unsere FolienWerke-Empfehlung für all jene, die noch nicht so viel Erfahrung mit Folienpräsentationen haben. Versuche deinen «Proberaum» so authentisch wie möglich zu gestalten. Perfekt ist es natürlich, wenn du in deinem Arbeitsumfeld zum Beispiel einen Konferenzraum nutzen kannst, der vom Setup alles bietet, was dir auch bei der tatsächlichen Präsentation zur Verfügung steht. Nutze das gesamte Material, das du für deinen Vortrag geplant hast: Laptop, Beamer, Laserpointer, Anschauungsmaterial, etc.

Verhalte dich so, als würdest du den Vortrag vor Publikum halten. Stell dich gerade hin, achte auf deine Körpersprache, deine Bewegungen, dein Redefluss, die Koordination mit den Slides und so weiter. Großartige Hilfsmittel, um deine Folienpräsentation zu üben, sind Videokamera und Stoppuhr! Time die Dauer der jeweiligen Präsentationsabschnitte. So kannst du ganz einfach feststellen, wo du eventuell noch Informationen zufügen kannst oder streichen solltest. Die Video-Aufnahmen deiner Probe-Präsentationen sind optimal, um an deiner Körperhaltung, Redefluss, Stil und Mimik zu feilen.

Mit jedem Probedurchlauf wirst du sicherer. Nach der siebten Übungspräsentation wirst du dich selbst kaum wiedererkennen, weil du vor Selbstbewusstsein strotzt. Beim Gedanken an die kommende Präsentation bist du die Coolness in Person, weil dein Vortrag so perfekt ausgearbeitet ist, dass er zu 99,99 % ein voller Erfolg wird!

 

Wie oft übst du deine Präsentation? Findest du sieben Probedurchläufe für Präsentationen zu hoch angesetzt? Und hast du eventuell noch ein paar gute Ratschläge zum Thema «Präsentation üben»? Ich freue mich schon sehr auf deinen Kommentar zu diesem Artikel.

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