Think BIG! Projektionsflächen bei Folienpräsentationen - #47

Michael Bäuerle
07. Oktober 2021

Eine Slide sieht auf dem Laptop ganz anders aus als auf einer Leinwand.

Du hast deine Präsentations-Slides auf deinem Computer – egal, ob Desktop, Tablet oder Notebook – minutiös ausgearbeitet. Alles passt: Die Bilder erscheinen lupenrein, die Schrift ist gestochen scharf und alle Diagramme sind deutlich lesbar. Perfekt! Nun noch schnell den Beamer mit dem Laptop verbinden, das Publikum begrüssen und – völlig siegessicher – die erste Slide auf die Leinwand werfen ...

Es ist oft dieser Moment, in dem so manche Folienpräsentation den Bach runtergeht. Das perfekt ausgewählte Eröffnungsfoto erscheint pixelig, die Schrift verschwommen und das mühevoll designte Balkendiagram erinnert eher an einen Screenshot deines letzten Tetris-Highscores. Was hier schiefgelaufen ist, gilt als einer der typischsten Fehler bei PowerPoint-Präsentationen.

Projektionsfläche ist nicht gleich Computerbildschirm!

Es gibt sicherlich viele Gegebenheiten im Leben, in denen sich das Kleine im Grossen widerspiegelt. In Bezug auf das Verhältnis zwischen einem kleinen Laptop-Screen und der gigantischen Projektionsfläche eines Video-Beamer gilt das allerdings so gar nicht. In Sachen Folienpräsentation musst du diesbezüglich im wahrsten Sinne des Wortes GROSS denken. Denn Folien-Elemente, die auch bei geringer Auflösung auf deinem kleinen Computer-Screen klar und deutlich zu erkennen sind, erscheinen auf grossen TV-Bildschirmen oder gar als Wandprojektionen verwaschen und pixelig. Du musst bei der Bearbeitung der Präsentationsfolien also den Faktor «Projektions-Grösse» berücksichtigen.

Eine hohe Auflösung ist Trumpf!

Du erinnerst dich bestimmt an die beschriebene Pixel-Party, die wir in unserem Artikel «Bildqualität auf Präsentations-Slides: Die Macht der Pixel» thematisiert haben. Es gilt, die Auflösung von Bildern, Icons, Images und Diagramme auf deinen Slides der des Projektions-Gerätes, beziehungsweise der des Vorführ-Screens, anzupassen. Falls du den Artikel noch nicht gelesen hast, möchte ich dir das an dieser Stelle wärmstens empfehlen. Grundsätzlich gilt:

Desto hochauflösender die Bilder und Images sind, desto klarer erscheinen sie auf grossen Projektionsflächen.

Grosse Schrift – grosse Wirkung!

Achte bei Textinhalten auf deinen Präsentationsfolien immer auf eine grosse Schriftgrösse. Ob du – wie zum Beispiel bei der Kawasaki-Methode – nicht unter eine Schriftgösse von 30 gehst, ist natürlich vom Textumfang abhängig. Dennoch solltest du unbedingt darauf achten, dass du eher weniger umfangreiche, aber dafür grossgeschriebene Textpassagen auf deinen PowerPoint-Slides zum Besten gibst. Ganz wichtig ist das bei der Beschriftung von Werten auf Diagrammen, Grafiken und Flow-Charts. Diese mit einem Blick zu verstehen, während man simultan den Worten des Redners lauscht, stellt für das Publikum eine Herausforderung dar. Wenn du nun noch die Grafik mit vielen kleinen Buchstaben und Zahlen bestückst, die auf der grossen Projektionsfläche kaum zu lesen sind, schmeisst mindestens 90 % deiner Zuhörerschaft das Handtuch. Ergo: Denke bei der Foliengestaltung GROSS und schreibe auch GROSS!

 

 

Bist du auch schon mal bei deinen Folienpräsentationen in diese Falle getreten und hast bei der Gestaltung deiner Slides die Projektionsgrösse ausser Acht gelassen? Hast du eventuell noch ein paar hilfreiche Ratschläge zu diesem Thema? Wenn du Lust und Zeit hast, kommentiere diesen Artikel. Ich würde mich sehr darüber freuen!

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