Video Tutorial: 2 einfache Tipps & Tricks für Keynote-reife Präsentationen

Luca Conconi
14. Oktober 2020

Mit diesen zwei Tipps stehst du im absoluten Fokus deiner Zuschauer!

Ich gehe mal davon aus, dass dir bis dato schon zig Tipps und Tricks rund um das Thema Folien-Präsentationen untergekommen sind. Manche davon waren bestimmt hilfreich – andere weniger. Mir fällt da spontan eine Faustregel ein, die mir zu meiner Schulzeit eingebläut wurde: Maximal drei Bullet-Points pro Slide! Das hatte damals seine Berechtigung. Heute gehören solche Guidelines allerdings zum alten Eisen.

Ganz anders verhält sich das mit den zwei folgenden Tipps für Keynote-reife Vorträge, die ich dir in diesem Blogbeitrag vorstellen möchte. Diese zwei Methoden sind geniale Stützen für deine PowerPoint-Präsentation, ohne dass sie die Aufmerksamkeit des Publikums von dir ablenken.

Ist dein Interesse geweckt? Dann lies weiter!

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Hier gibts das Video zum Artikel:

Das A&O des Foliendesigns: Reduzieren, was das Zeug hält!

Yup! Unsere FolienWerke-Maxime für PowerPoint-Präsentation – Weniger ist mehr! – möchte ich dir auch in diesem Blogbeitrag unter die Nase halten. Das bedeutet nicht, dass du bei der Ausarbeitung der Slide deiner Kreativität den Riegel vorschieben sollst. Im Gegenteil. Für eine einprägsame PPT-Präsentation ist es jedoch unabdingbar, die Folien auf das absolut Wesentliche zu reduzieren.

Um das zu erreichen, helfen dir zwei geniale Gestaltungsmethoden, die ich dir jetzt vorstellen möchte. 

1. Die Lessig-Methode

Kurz zusammengefasst lautet die Lessig-Methode: Vortragsdauer von +/- 20 Minuten und 15 Sekunden pro Slide. Nun muss du kein Mathe-Genie sein, um bei dieser Vorstellung instinktiv in Schockstarre zu verfallen. 15 Sekunden auf 20 Minuten sind: 80 Folien!

Zugegeben: Das hört sich zunächst krass an. Ist es aber nicht. Bei der Lessig-Methode steht auf jeder Slide wirklich nur die Quintessenz deiner verbalen Ausführung. Es müssen auch keine 80 Slides sein – je nach Thema können auch 20 Folien reichen. Und du kannst dir auch etwas mehr als 15 Sekunden Zeit lassen, um auf den jeweiligen Stichpunkt einzugehen.

Fakt ist, dass du durch diesen Folien-Minimalismus erst gar nicht in Versuchung kommst, von den Slides abzulesen. Und dein Publikum kann die dargebotene Slide innerhalb weniger Augenblick aufnehmen und dann die Aufmerksamkeit wieder dir zuwenden.

Andererseits setzt die Lessig-Methode voraus, dass du frei heraus präsentierst und dich deshalb optimal auf deinen Vortrag vorbereiten musst.

Unsere fiktive «Wanderagentur» durfte bei meinen vorherigen Tutorials bereits öfters als Beispiel herhalten. Und das darf sie auch jetzt. Die ersten Folien, auf der die Agentur vorgestellt wird, könnten nach Lessig so aussehen:

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Gestaltungs-Tipp: Da die Slides bei der Lessig-Methode praktisch wie aus der Pistole geschossen nacheinander erscheinen, wähle einen einfachen, gradlinigen Übergang. Ich habe mich zum Beispiel für Morph-Übergänge entschieden. Wenn du mehr über das Morphen auf PowerPoint erfahren möchtest, dann findest du sowohl in unserem Blog wie auch auf unserem YouTube-Kanal alle Details.

Was ist bei der Lessig-Methode zu beachten?

15 bis 20 Sekunden vergehen buchstäblich wie im Flug! Du musst deinen Vortragsstil dementsprechend anpassen. Das bedeutet nicht, dass du deineRedegeschwindigkeiterhöstundwieeinWasserfalldrauflosplapperst. Sondern, dass du entweder den Vortragsinhalt reduzierts oder – und jetzt nicht erschrecken! – die Anzahl der Slides erhöhst. Hier ein grossartiges Beispiel für eine Lessig-PowerPoint-Präsentation des kanadischen CEO Dick Hardt:

 

2. Die Takahashi-Methode

Wenn du meinst, dass das Präsentieren nach Lessig radikal sei, dann hole jetzt noch einmal tief Luft. Die Krönung des Präsentations-Purismus ist ohne Zweifel die Takahashi-Methode.

Als der japanische Programmierer – Masayoshi Takahashi – spontan aufgefordert wurde, eine kurze Präsentation zu halten, machte er aus der Not eine Tugend. Da ihm weder PowerPoint noch eine andere Präsentations-Software zur Verfügung stand, griff er zum schwarzen Filzstift und Overhead-Projektor. Auf der ersten Folie stand (auf Japanisch):

«Ich habe kein PowerPoint»

Diesen Stil zog er dann im weiteren Verlauf seines Vortrags eisenhart durch. Mit der Zeit wurde die Takahashi-Methode noch weiter reduziert: Pro Folie ein Wort!

Das hat zur Folge, dass du zwar noch mehr Folien kreieren musst, dafür aber viel Freiraum hast, um jeden Punkt zu erklären. Die Aufmerksamkeit deines Publikums wird nur für einen kurzen Augenblick von der Slide in Anspruch genommen und richtet sich dann 100 % auf dich.

Wieder mit Bezug auf unsere Wanderagentur sieht das dann so aus:

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Ein Fazit

Beide Methoden sind vom Slide-Design her extrem minimalistisch. Somit wirst du gezwungen, deine Botschaft aufs absolut Wesentliche zu reduzieren. Der grosse Pluspunkt ist, dass du und dein Vortrag im Mittelpunkt stehen. Die ungeteilte Aufmerksamkeit seitens des Publikums ist dir gewiss.

Tipp: Ausführliche Stichpunkte zu jeder Folie kannst du ganz easy mit der Notiz-Funktion von PowerPoint festhalten und als Orientierungshilfe während des Vortrags nutzen. Auch hierzu gibt es einen Blogbeitrag und ein Video-Tutorial.

Wenn du diese und viele andere Vorlagen verwenden möchtest, klick unsere Freebies im PowerPoint-Toolkit an.

Und wie immer: Wenn du Fragen hast oder Feedback geben möchtest, dann nutze einfach die Kommentarfunktion unter dem Artikel. Ich freu mich schon drauf!

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