Virtuelle Kommunikation Teil 2: Ohne Technik geht nichts!

Michael Bäuerle
27. März 2020

Wenn deine technischen Hilfsmittel nicht funktionieren, dann kannst du’s auch deiner Hand erzählen.

Ohne Computer, Internet, Mikrofon und Kamera gibt es keine virtuelle Kommunikation. Das ist so. Punkt. Dennoch scheitert der virtuelle Austausch immer wieder an veralteter oder nicht funktionierender Technik. In Zeiten der Corona-Krise kann es durchaus sein, dass du das verstärkt erleben wirst. Tausende Menschen arbeiten derzeit vom Home-Office aus. Und viele tun dies zum ersten Mal in ihrem Leben. Dass bei vielen das technische Setup nicht auf dem neusten Stand der Dinge ist, liegt demnach auf der Hand. Genau hier kommt dieser Blogbeitrag ins Spiel. Ich gebe ein paar goldene Tipps, worauf du in puncto «Technik für die virtuelle Kommunikation» achten solltest.

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Virtuelle Kommunikation basiert auf Technologie

«Technik, die begeistert» oder «Vorsprung durch Technik» sind nur zwei von vielen Slogans, mit denen Unternehmen – in diesen Fällen die Autohersteller Opel und Audi – ihre technisch ausgefeilten Produkte anpreisen. Beide Slogans treffen auch auf deine technischen Geräte zu, mit denen du kommunizierst. Wenn hier etwas nicht stimmt, begeistert das nämlich überhaupt nicht und jeglicher Vorsprung rückt in weite Ferne.

Der erste technische Stolperstein ist die Gewohnheit

Wenn es um virtuelle Kommunikation geht, sind wir Gewohnheitstiere. Wir nutzen in der Regel nur die technischen Hilfsmittel, die uns vertraut sind. Wenn du zum Beispiel mit einem neuen Kunden in Kontakt trittst, kann es gut passieren, dass dieser kein Video nutzt. Warum? Weil es halt in der Firma so ist. «Haben wir noch nie so gemacht. Deshalb fangen wir jetzt auch nicht damit an.»

Du möchtest beispielsweise eine PowerPoint-Präsentation online vorführen, aber keiner im virtuellen Konferenzraum schaltet seine Video-Funktion ein, weil es nicht zur Unternehmenskultur zählt. Die Technik ist da, sie wird aber nicht genutzt. Und das lässt sich gerade bei eingefahrenen Firmen-Traditionen sehr schwer und natürlich auch nur sehr langsam ändern. Ergo: Rate den Teilnehmern auf alle Fälle, die «neue» Technik zu nutzen. Wenn du auf taube Ohren stösst, dann beiss in den sauren Apfel und füge dich in solchen Situationen den Gepflogenheiten.

Wenn du aber zu den Menschen gehörst, die auf Hilfsmittel wie Video pfeifen, weil du es noch nie benutzt hast, dann wird es höchste Zeit, aus deiner Komfortzone auszubrechen.

Investiere in gute Technik!

Im Rahmen der virtuellen Kommunikation zahlt es sich 1000 Mal aus, in gute, funktionale Audio- und Video-Technik zu investieren. Zum einen machen neue Gadgets Spass. Zum anderen musst du dir während des virtuellen Austauschs mit Kollegen, Kunden oder auch im privaten Bereich keine Sorgen machen, dass eine Komponente ausfällt.

Als erstes ist das «Head-Set» an der Reihe. Natürlich soll es bequem sein und – warum nicht? – gut aussehen. Vor allem ist aber das Mikrofon entscheidend. Schliesslich soll dich dein Publikum klar und deutlich hören. Deine Kamera ist das wichtigste Werkzeug, wenn du mit deinem Publikum eine Verbindung aufbauen und es bewegen möchtest. Die eingebauten Kameras und Mikrofone in neuen Laptops sind sicherlich nicht von schlechten Eltern, doch lohnt es sich hier ungemein, diese beiden Komponenten aufzuwerten. Das kostet nicht viel und macht einen beachtlichen Unterschied.

Gute Kopfhörer sind grundsätzlich eine schöne Sache, doch spielen sie unter den technischen Hilfsmitteln für die virtuellen Austausch die kleinste Rolle. Du musst deine Zuschauer zwar hören können, aber nicht zwingend in glockenklarer Klangqualität.

Noch ein Tipp: WiFi und Bluetooth sind cool, doch um auf Nummer Sicher zu gehen, solltest du auf die guten alten Kabel setzen – in Sachen Verlässlichkeit sind Kabelverbindungen einfach unschlagbar. Das zählt für Kamera, Mikro und Kopfhörer ebenso, wie für die Internetverbindung.

Jetzt möchtest du bestimmt noch wissen, welche Komponenten die besten auf dem Markt sind. Eine verständliche Frage, doch die Antwort darauf muss ich dir leider schuldig bleiben. Es hängt nämlich von deinem Setup und von der Umgebung ab. Mein Rat wäre es, erstmal auf die Teile zu setzen, die die meisten positiven Reviews haben. Und dann einfach ausprobieren, vergleichen und eventuell anpassen.

Ein paar Tipps zum Mikrofon

Das Mikrofon ist das Rückgrat der virtuellen Kommunikation. Es wurde entwickelt, um deine Stimme einzufangen und weiterzuleiten. Das galt damals schon beim Telefon mit Wählscheibe und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Was zudem damals wie heute gilt: Du musst nicht – wie Oma – ins Mikron brüllen, damit du am anderen Ende der Leitung gehört wirst. Echt nicht. Das geht auch, wenn du ganz normal hineinsprichst. Zudem hat dein Publikum nicht ständig das Gefühl, dass du sie anschreist. Du musst das Mikrofon auch nicht ganz nahe an den Mund führen. Das sieht albern aus und wenn es dann noch über den Hemdkragen schrammt, versteht dich kein Mensch mehr. Frag aber dennoch dein Publikum, ob sie dich gut hören können, bevor du mit deiner Online-PowerPoint-Präsentation beginnst.

Nächster Punkt: Die «Mute-Funktion». Wenn du in einer Video-Konferenz nicht das Wort führst und zuhörst, schalte dein Mikro auf «mute» (stumm). Somit werden eventuelle Störgeräusche in deiner Umgebung getilgt. Vergiss dann aber nicht, die «Mute-Funktion» wieder abzuschalten, wenn du etwas sagen möchtest. Das passiert häufiger, als man denkt!

Check dein Tech!

Wenn du alle technischen Komponenten angeschlossen hast, probiere sie unbedingt bereits vor deiner virtuellen Präsentation aus. Überprüfe ihre Funktion lieber drei Mal zu viel als einmal zu wenig. Denke daran: Wenn auf der Bühne etwas passiert, kannst du improvisieren. Bei der virtuellen Kommunikation nicht. Wenn hier etwas ausfällt oder nicht funktioniert, dann verlierts du im wahrsten Sinne des Wortes den Kontakt zu deinem Publikum.

Ganz wichtig: Bevor das virtuelle Meeting stattfindet, bitte dein Publikum ebenfalls ihr Tech-Setup (Audio, Video und Internetverbindung) zu überprüfen.

Und noch was. Wenn es um Technik geht, lugt Murphys Gesetz immer gerne um die Ecke. Ganz besonders, wenn die virtuelle Kommunikation vom Home-Office ausgeht. Wenn etwas verrutscht, atme tief durch, sei dankbar, dass es diesen Kommunikationsweg gibt und mach dich an die Lösung des Problems. Nimm es gelassen – es ist, was es ist!

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Tipps zum Tech-Setup für die virtuelle Kommunikation helfen konnte. Wenn du Fragen oder noch weitere Anregungen zum Thema hast, nutze einfach die Kommentarfunktion.

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