NĂŒtzliche Tipps fĂŒr Network-Muffel - #82

Ellen Riesterer
15. Dezember 2022 14:51:54 MEZ

Networking ist wichtig, aber nicht jedermanns Sache. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du die Networking-Session nach deiner PrĂ€sentation erfolgreich meistern kannst. Ja, auch als introvertierte Person. 

Schon beim Gedanken an die Networking-Session nach der PrĂ€sentation dreht sich bei manchen Menschen vor Unwohlsein der Magen um. Beim Vortrag selbst bewegt man sich in sicheren GewĂ€ssern, da man in Bezug auf das Kernthema der PrĂ€sentation schliesslich der Experte oder die Expertin ist. Ausserdem besteht beim Vortrag ein unsichtbarer Schutzwall zwischen dir und deinem Publikum: Du redest – die anderen hören zu. Beim Networking wird es dagegen persönlich. Smalltalk ist angesagt. Nach Möglichkeit sollte man freundlich bleiben und lĂ€cheln – auch bei Fragen und Kommentaren, die einem völlig gegen den Strich gehen. Networking zwingt vor allem introvertierte Menschen dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen, sich zu öffnen, und in Sachen «Kontakte knĂŒpfen» die Initiative zu ergreifen. Mit diesen Tricks meisterst du auch als introvertierte Persönlichkeit die Networking-Session nach deinem Vortrag viel einfacher.

Setze dem Schrecken ein Ende!

Besser gesagt: Setze dir ein Zeitlimit fĂŒrs Networking. Meine Empfehlung sind mindestens 15 Minuten. Das ist in erster Linie ein sehr ĂŒberschaubarer Zeitrahmen, den du locker bewĂ€ltigst. Eine Viertelstunde ist auch genĂŒgend Zeit, um dich mit einer oder zwei ausgesuchten Personen zu unterhalten, die gut in dein Netzwerk passen. Diesen auserwĂ€hlten, potenziellen Neu-Kontakten gilt deine Aufmerksamkeit. Das bedeutet allerdings aber (leider) nicht, dass du das restliche Publikum wie Luft behandeln kannst. Ein solches Verhalten wirkt Ă€usserst arrogant und schreckt vielleicht auch die Menschen ab, mit denen du dich gerne verknĂŒpfen möchtest. Geh daher auf Fragen und Kommentare von anderen Zuhörenden wenigstens kurz ein. Verweise auf den Inhalt deiner Handouts und biete an, eventuelle Ungereimtheiten gerne per E-Mail zu klĂ€ren.

Halte dir deine StÀrken vor Augen

Extrovertierte Persönlichkeiten sind laut, strahlen ĂŒber beide Ohren, gehen mit offenen Armen auf wildfremde Menschen zu und haben ein Netzwerk von hier bis Mexiko. Diesen Zeitgenossen liegt das Networking quasi im Blut. Ergo ziehen in sich gekehrte Menschen beim Networking auf den ersten Blick den KĂŒrzeren. Aber eben nur auf den ersten Blick! Introvertiert zu sein, birgt nĂ€mlich fĂŒrs Networking ebenso viele, wenn nicht sogar mehr Vorteile:

  • Du denkst erst, bevor du redest. Eine Konversation mit dir bietet Mehrwert.
  • Dir liegen fundierte, in die Tiefe gehende Ansatzweisen nĂ€her, als ganz viele Dinge nur oberflĂ€chlich zu betrachten. Klasse statt Masse.
  • Du bist in der Lage, Probleme auch im Alleingang zu lösen.

Denke daran, dass nicht nur die Grösse ein gutes Netzwerk ausmacht, sondern vielmehr die QualitĂ€t der Kontakte. Kleine, eng verknĂŒpfte Networks sind meist viel effizienter als breitmaschige UngetĂŒme, die zwar weit aber dafĂŒr nur lose verbunden sind.

Weitere Tipps, die das Networking leichter machen

1. Keep smiling!

Es fĂ€llt nĂ€mlich viel leichter, mit Menschen in Kontakt zu treten, die ihrem GegenĂŒber freundlich und ehrlich ins Gesicht lĂ€cheln. Du wirkst offen, interessiert und strahlst buchstĂ€blich Bereitschaft zur Kontaktaufnahme aus.

2. Bereite dich auf Smalltalk vor

Auch wenn das so gar nicht dein Ding ist: Eine Portion Smalltalk gehört einfach zum Networking dazu. Denk dir schon im Vorfeld ein paar Fragen aus, mit denen du das Eis brechen kannst: «Was hat Sie dazu gebracht, in diesem Feld zu arbeiten?», «Sind Sie schon lange bei XY tÀtig?», «Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spass?» und so weiter.

Das gilt auch fĂŒr Ihre Antworten auf Fragen, die dir höchstwahrscheinlich beim Networking gestellt werden.

3. Setz dir ein Ziel fĂŒrs Networking

Auf diesen Punkt bin ich im Blogartikel «Zielsetzung beim Networking nach der FolienprÀsentation» genauer eingegangen. Absolut lesenswert!

4. Der «Zwei-Hosentaschen-Trick»

Im Normalfall werden dir wĂ€hrend der Networksession nach der PrĂ€sentation viele Visitenkarten zugesteckt. Am besten ist es, diese schon direkt zu sortieren: Die potenziell nĂŒtzlichen Kontakte in die eine Hosentasche – die weniger interessanten in die andere. Somit hast du es nach dem Networking leichter, den guten Kontakten ein Gesicht zuzuordnen.

5. Bleib dir treu!

Klar: LĂ€cheln ist wichtig; dabei zu verkrampfen, dagegen schlecht. Wenn du merkst, dass du dich verbiegen musst, um deinem GegenĂŒber zu gefallen, ist dieser Kontakt zu 99 % aller FĂ€lle die MĂŒhe nicht wert. Du bist, wie du bist. Und das ist auch gut so.

Wie steht es mit dir? FÀllt es dir leicht, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten? Hast du eventuell noch ein paar RatschlÀge parat, die introvertierten Menschen beim Networking helfen könnten? In der Kommentar-Box unter diesem Artikel hast du ganz viel Platz, um deine Erfahrungswerte zu teilen. Ich bin schon sehr darauf gespannt!

book 1-2-1-1

Kennst du schon unser
E-Book ĂŒber Remote PrĂ€sentationen?

Herunterladen

Newsletter Anmeldung

Erhalte einmal im Monat Tipps, Tricks, Anleitungen und News zum Thema PowerPoint, PrÀsentieren und Word.

Keine Kommentare bis jetzt

Lass uns wissen was du darĂŒber denkst...